Trendlinie
Man kann Aufwärtstrends bzw. Abwärtstrends in einem Chart mit sogenannten Trendlinien eingrenzen.
In einem Aufwärtstrend liegen die Tiefpunkte auf der Trendlinie. In einem Abwärtstrend liegen die zyklischen Hochpunkte an der Abwärtstrendlinie.
Trendkanal
Ein Trendkanal entsteht durch zwei parallel verlaufende Trendlinien, die steigende (fallende) Tiefpunkte und Hochpunkte verbindet.
Trading Regeln
Folgende Regeln kann man auf Trendlinien und Trendkanäle anwenden:


Der Gleitende Durchschnitt
Der gleitende Durchschnitt gehört zu den Trendfolgeindikatoren und reagiert auf Kursbewegungen mit Verzögerungen. Die Funktion besteht darin, einen neuen Trend anzuzeigen, nachdem das Ereignis stattgefunden hat. Ein gleitender Durchschnitt ist eine Art automatische Trendlinie, die sich von selbst aktualisiert. Kürzere gleitende Durchschnitte (z.B. 20-Tage-Linie) reagieren empfindlicher auf Kursbewegungen, als längere gleitende Durchschnitte (z.B. 200-Tage-Linie).
Der einfache gleitende Durchschnitt
Der einfache gleitende Durchschnitt ist das arithmetische Mittel der eingestellten Periode. Nachteil ist, dass jeder Tag bzw. jede Periodeneinheit gleich gewichtet wird, d.h. der letzte Tag bekommt die gleiche Gewichtung wie der erste Tag des Zeitraumes.
Einsatz des gleitenden Durchschnitts
Ein Kaufsignal wird generiert, wenn der Schlusskurs über den gleitenden Durchschnitt steigt. Dagegen entsteht ein Verkaufssignal, wenn der Kurs unter den gleitenden Durchschnitt fällt und dort schließt. In einer Seitwärtsbewegung kommt es bei kurzen gleitenden Durchschnitten zu vielen Kauf- und Verkaufssignalen, die dann zu Fehltrades führen. Trotz dieser Fehlsignale wird die Trendrichtung umso früher angezeigt und liefert bei einem dann eintretenden längeren Trend ein gutes Einstiegssignal. Längere gleitende Durchschnitte verpassen einen frühen Einstieg in Trendrichtung, da Sie nur sehr langsam auf Kursbewegungen reagieren können.


Bollinger Bänder
Es werden zwei Standardabweichungen über und unter den 20 Tage gleitenden Durchschnitt platziert. Die Standartabweichung ist ein statistisches Mittel, das anzeigt, wie Kurse um einen Durchschnittswert herum streuen. Zwei Standardabweichungen gewährleisten, dass 95% aller Kursdaten innerhalb der Bollinger Bänder verlaufen. Die Bänder reagieren auf die aktuelle Volatilität und ziehen sich dementsprechend zusammen oder dehnen sich aus. Der Abstand zwischen den Bändern wird bei abnehmender Volatilität geringer und bei zunehmender Volatilität größer. Sind die beiden Bänder extrem weit auseinander, so ist dies ein Indiz für eine baldiges Ende des Trends. Ein besonders geringer Abstand der Bänder deutet auf einen in kürze eintretenden Ausbruch hin.
Einsatz von Bollinger Bändern
Am einfachsten kann man die Bollinger Bänder als Zielmarken benutzen. Prallen die Kurse vom unteren Band ab und durchschreiten den 20 Tage gleitenden Durchschnitt, so ergibt sich das obere Bollinger Band als Kursziel. Umgekehrt gilt das untere Bollinger Band als Kursziel, wenn die Kurse vom oberen Band abprallen und den gleitenden Durchschnitt nach unten durchbrechen. In einem starken Aufwärtstrend bewegen sich die Kurse in der Regel zwischen dem oberen Bollinger Band und dem gleitenden Durchschnitt. Der gleitende Durchschnitt fungiert in diesem Fall als Unterstützung. Ein Unterschreiten könnte dann als Trendumkehrsignal gewertet werden.

