Auszeichnungen

Euro am Sonntag Testsieger FXFlat

Broker, die sich auf Handel mit Differenzkontrakten spezialisiert haben, verzeichnen regen Zulauf. €uro am Sonntag nahm die florierende CFD-Zunft unter die Lupe

Glücksgefühl und Euphorie, Enttäuschung und Panik – wer schon einmal mit Contracts for Difference, kurz CFDs (zu deutsch Differenzkontrakte), gehandelt hat, kann von einem Wechselbad der Gefühle berichten. Freunde des gehobenen Risikos, also Daytrader und andere harte Zocker, kommen hier voll auf ihre Kosten. Schließlich bieten CFDs enorme Gewinnchancen und die dauernde Gefahr heftigster Verluste.

Der CFD-Handel hat sich in Deutschland ebenso rasch entwickelt, wie es gut getimte Positionen auf einem CFD-Konto tun. Ende vergangenen Jahres existierten nach Zahlen des deutschen CFD-Verbands rund 53 000 Konten, ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor. Die kleine, aber stetig wachsende Gemeinde nerven star ker Trader, oft Anleger, die bereits Erfahrung im Daytrading gesammelt haben, bewegt dabei immense Summen. Vergangenes Jahr lag das Handelsvolumen bei fast 500 Milliarden Euro, schätzt der Verband.

Dieses gigantische Volumen entspringt freilich der Konstruktionsweise dieser Finanzderivate: Anleger können mit geringe n Summen über große Hebel sehr viel Geld bewegen. Bei der Wahl des eingesetzten Hebels (siehe Glossar) sind Kunden mehr oder weniger frei. Anleger, die beispielsweise einen Kontrakt auf eine Aktie kaufen und 1000 Euro einsetzen, bewegen bei einem Hebel von 100 bereits eine sechsstellige Summe.

Die Wirkungsweise ist leicht erklärt: Mit jedem Cent, den der Basiswert eines CFDs steigt oder fällt, steigt oder fällt auch der Wert des Kontrakts um einen Cent. Die Hebelwirkung entsteht dadurch, dass ein CFD-Trader nur einen Bruchteil des Preises des jeweiligen Basiswerts einsetzen muss. Im Extremfall müssen Anleger Geld sogar nachschießen. Das ist der Fall, wenn das eingesetzte Kapital aufgebraucht ist – was mitunter in Minuten geschieht.

Der Reiz des Handels liegt in den üppigen Gewinnchancen. Wenig verwunderlich also, dass der Markt in recht kurzer Zeit eine Vielzahl von teils hoch spezialisierten Anbietern hervorgebracht hat. Zu den Pionieren der Branche zählen beispielweise die britischen Anbieter CMC Markets, IG Markets oder Marketindex, eine Tochter der Royal Bank of Scotland – der CFD-Handel entwickelte sich nämlich ursprünglich außerhalb Deutschlands.

Inzwischen sind jedoch auch einige einheimische Spezialisten sowie hiesige Finanzinstitute in den Wettbewerb eingetreten – zum Beispiel die Sparkassen-Tochter S Broker oder der Internetanbieter Flatex. Das lebhafte Wachstum in diesem innovativen Segment war für uns Anlass, die wichtigsten Anbieter einem gründlichen Test zu unterziehen, der in dieser Form in Deutschland einzigartig ist.

Gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur Vierpartner nahmen wir 21 Anbieter unter die Lupe. Der Gesamteindruck: Die teils noch jungen Finanzdienstleister geben ins gesamt ein positives Bild ab. „Die Ergebnisse waren insgesamt ordentlich. Es gab keine wirklichen Ausreißer nach unten. Selbst Anbieter, die im Ranking weit hinten landeten, bieten immer noch einen Service, der in Ordnung geht“, fasst Jörn Hüsgen, Testleiter bei der Agentur Vierpartner, zusammen. Wichtig: Die Testergebnisse beziehen sich nur auf die CFD-Angebote der Anbieter. Andere Dienstleistungen wurden nicht erfasst. Im Mittelpunkt der Analyse stand die Servicequalität, die mit 40 Prozent am stärksten gewichtete Kategorie (siehe unten).

Die Qualität der Website hatte ebenfalls hohe Priorität und ging mit 30 Prozent Gewicht in den Wettbewerb. Der Grund für die starke Gewichtung von Kundenservice und Website liegt in der Brisanz der Materie: Der Handel mit CFDs ist hochriskant, hierauf sollten Broker klar hinweisen. Im CFD-Handel ist unseres Erachtens deshalb eine umfassende Beratung der Kunden notwendig, sei es per Telefon oder auf der Homepage im Internet. Schließlich müssen Anleger die Funktionsweise der CDFs gründlich kennen, um die Risiken realistisch einschätzen zu können.

Bei der Beurteilung des Serviceniveaus floss neben der Qualität und Schnelligkeit der Hotline auch mit ein, ob die Mindesteinlage des Traders durch einen Einlagenfonds gesichert ist – und in welcher Höhe. Wichtig waren uns überdies deutliche Hinweise auf mögliche Nachschüsse, falls bei schlecht laufenden Geschäften die Einlage nicht ausreichen sollte.

Die Ergebnisse des Tests fielen in diesem Bereich insgesamt positiv aus. Nur wenige Anbieter verpassten hier die volle Punktzahl, darunter die Häuser Brokerjet und Hanseatic Brokerhouse. Wert legten wir auch auf realistische Test-Tools, mit denen Kunden sich auf die bevorstehenden Wetten vorbereiten können. Interessierten, aber bislang noch unerfahrenen Tradern sei an dieser Stelle nachdrücklich ein eingehendes Training ans Herz gelegt, bevor sie sich aufs glatte und gelegentlich hauchdünne Eis des CFD-Handels wagen.

Eine großzügig eingeräumte Nutzungsdauer der Demokonten beziehungsweise üppig zur Verfügung gestelltes Spielgeld wurde den Brokern deshalb auch entsprechend honoriert. Die Anbieter Royal Bank of
Scotland, FXPro, FXFlat und Finexo taten sich in der Kategorie besonders positiv hervor. Die Höhe der Mindesteinlage war wichtiger Bestandteil des Testblocks Kosten. Aufgefallen ist uns die dänische Saxo Bank, die mindestens 10 000 Euro von ihren Tradern einfordert – macht null Punkte im Test.

Aufgrund der speziellen Marktgegebenheiten mussten wir uns hier auf objektiv vergleichbare Kriterien beschränken. Die Höhe der Kosten des CFDHandels wird darüber hinaus maßgeblich durch die in den einzelnen Kontrakten anfallenden Spreads, also den Differenzen von An- und Verkaufskursen, bestimmt. Die Krux an der Sache: Die Spreads sind bei Wetten auf verschiedene Basiswerte unterschiedlich hoch und können auch im Zeitverlauf stark variieren. Ein vollständiger und objektiver Kostenvergleich war demgemäß nicht möglich.

Klarer Testsieger wurde ein Haus, das mit einer sehr guten Leistung in beinahe allen Kategorien aufwartete: der Broker FXFlat. Die Ratinger wurden zugleich noch Zweite in der Kategorie Preis-Leistungs-Verhältnis. FXFlat erreichte mit 144 von 150 Punkten beinahe die volle Punktzahl.

Mit CMC Markets und IG Markets schafften auch zwei Pioniere der Branche ein „sehr gut“ in der Gesamtwertung. Preis-Leistungs-Sieger mit Top-Gesamtnote und bestem Ergebnis im Kostenblock wurde die FXdirekt Bank. Das Haus wartet überdies mit einer Besonderheit auf: Gegen Aufpreis können Kunden ihre Orders auch über die in Kooperation mit der Bayerischen Börse geschaffene Handelsplattform Contrex laufen lassen. Die Überwachung der Handelsgeschäfte übernimmt dann die Börse. Das ist die Ausnahme, denn in
der Regel handeln CFD-Trader nicht über eine Börsenplattform – die Broker stellen die Kurse meist selbst. Das mag der Kostentransparenz gelegentlich entgegenstehen. Im Überschwang der Glücksgefühle nehmen Trader das aber durchaus in Kauf.

Brokerwahl 2011: 3. Platz FXFlat als Forex Broker des Jahres

Zum ersten Mal dabei und schon auf dem Siegertreppchen: FXFlat erreicht den 3. Platz als Forexbroker des Jahres. Bis kurz vor Schluss konnte FXFlat sogar den 1. Platz halten doch dann konnten die großen Konkurrenten Flatex und RBS (Royal Bank of Scotland) an FXFlat vorbei huschen.

Ein großer Erfolg wenn man bedenkt, dass FXFlat ein sehr viel kleineres Unternehmen ist, aber es hat wieder einmal gezeigt, dass die Kunden, Freunde und Interessierte mit dem Angebot und dem Service von FXFlat sehr zufrieden sind und das FXFlat auf einem guten Weg in die Zukunft unterwegs ist.

Das Team von FXFlat dankt allen Beteiligten für die große Unterstützung und ist sehr bemüht den individuellen Service eines kleinen Dienstleisters mit großem Anspruch an Qualität und Schnelligkeit zu halten und immer weiter zu verbessern.

CFD Broker des Jahres 2011 - Platz 3